Wann lohnt die Reiserücktrittsversicherung?

Geschrieben von am 6. Mai 2012

Die Zeit der Reisen steht wieder vor der Tür und damit stellt sich vielen Menschen auch wieder die Frage, ob sie denn eine Reiseversicherung benötigen. Gerade bei der Reiserücktrittsversicherung scheiden sich hier oft die Geister. Experten zum Thema sind sich jedoch einig: Sehr günstige Reisen brauchen keine Reiserücktrittsversicherung. Auch kurzfristig geplante Reisen bergen ein sehr geringes Risiko, den Reiseantritt im Vorfeld abzusagen. Deshalb sind die Reiserücktrittsversicherungen in diesem Fall nicht zwingend erforderlich.

Anders sieht es bei lange geplanten und sehr kostspieligen Trips aus. In dem Fall kann eine Reiserücktrittsversicherung eventuellen Ausfällen der Urlauber optimal entgegen wirken. Aber Achtung: Die Reiserücktrittsversicherung greift nur dann, wenn der Urlaub vor dem Antritt abgesagt werden muss. Sie leistet in diesem Fall für die Stornokosten, wobei viele Versicherer jedoch einen Selbstbehalt abziehen. Ebenfalls sollten Urlauber bedenken, dass die Stornokosten umso höher ausfallen, je später die Reise abgesagt wird. Bis zwei Tage vor Reiseantritt werden oftmals 80 Prozent des Reisepreises einbehalten. Am Tag der Abreise ist das gesamte Geld weg und steht dem Veranstalter zu.

Was nicht enthalten ist

Vielfach sind bestimmte Leistungen in der Reiserücktrittsversicherung auch schlicht und ergreifend nicht enthalten. Dazu zählt etwa der Reiseabbruch. Hier muss eine gesonderte Police, die den Namen Reiseabbruchversicherung trägt, abgeschlossen werden. Sie kommt dann für den entgangenen Urlaub und die Kosten für die Rückreise auf.
Allerdings ist in diesen Fällen ebenfalls Obacht geboten, denn die Reiseabbruchversicherung leistet ebenfalls nicht immer. Wer einen Wanderurlaub geplant, sich aber das Bein gebrochen hat, wird oft darauf verwiesen, dass er den Urlaub als Badeurlaub durchaus noch fortsetzen könne.

Ebenfalls nicht abgedeckt sind in der Reiserücktrittsversicherung vorhersehbare Gründe für den Rücktritt. Das kann eine Schwangerschaft sein, die bei Buchung bereits bekannt war, aber genauso ein chronisches Gesundheitsleiden, das plötzlich akut wird. Dies ist vorhersehbar. Selbst der Tod von Angehörigen und Mitreisenden kann aus den Leistungen ausgeschlossen werden – sofern die betroffene Person über 75 Jahre alt ist.

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