Insolvenz der spanischen Fluggesellschaft Spanair

Geschrieben von am 7. Februar 2012

Als am 27.01.2012 spätabends die Meldung durch die Nachrichten ging, dass die spanische Fluggesellschaft Spanair mit sofortiger Wirkung ihren Flugbetrieb eingestellt hat, werden manche Touristen kräftig geschluckt haben. Denn was die Pleite der Fluggesellschaft für die bereits bezahlten Flugtickets und für die bevorstehende Reise bedeutet, darüber waren sich viele Reisende unsicher.

22.000 Passagiere sind von der Pleite betroffen. Sie haben ihre Flugtickets bereits bezahlt, werden aber niemals ein Flugzeug der Spanair betreten können. Grundsätzlich gilt: Einen Anspruch auf ein Ersatzticket gegenüber der Fluggesellschaft haben Reisende nicht. Für kurzfristige Flüge gibt es aber Vereinbarungen zwischen Spanair und anderen spanischen Fluggesellschaften, dass den Reisenden Sondertarife angeboten werden sollen. Damit kommen zwar Mehrkosten auf die Reisenden zu, der Urlaub ist aber nicht grundsätzlich in Gefahr. Informationen dazu gibt es unter der Telefonnummer 0034-971-916-047. Flüge, die nicht in der nahen Zukunft liegen, werden nicht mehr bedient. Hier können sich die Reisenden nur in die Reihe der Gläubiger einreihen und werden dann aus der Insolvenzmasse bedient. Ein schwacher Trost also.

Auch in diesem Fall gibt es Ausnahmen, die positiv stimmen. Einerseits sind da die Flüge, die über die Star Alliance, einem Fluglinienverbund, gebucht wurden. Sie werden unverändert stattfinden. Auch Pauschalreisen sind nicht von dem Ausfall betroffen. Denn hier muss der Reiseveranstalter für Ersatz sorgen und eventuelle Zusatzkosten auf seine Kappe nehmen. Zu guter Letzt sind da noch diejenigen, die eine Reiseversicherung abgeschlossen haben, in der eine Flugticket-Versicherung eingeschlossen war. Dann tritt die Versicherung für die Mehrkosten eines Ersatztickets ein. Die Europäische Reiseversicherung (ERV) und die Hanse Merkur sind Beispiele für Reiseversicherungen, die die Spanair nicht ausgeschlossen hatten.

Für das Buchen zukünftiger Reisen sollte man in jedem Fall die Reiseversicherung mit reinnehmen. Sie kostet nur sehr wenig, schützt im Bedarfsfall aber vor hohen Zusatzkosten. Ausgeschlossen werden regelmäßig die Gesellschaften, bei denen eine Insolvenz abzusehen ist. Eine Liste darüber kann übers Internet oder bei den Versicherungsgesellschaften abgerufen werden.


Kategorie / Thema: Allgemein, Nachrichten, Reiseversicherung
  • Facebook
  • Windows Live Favorites
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • Yahoo Bookmarks
  • Mister-Wong
  • Share/Bookmark

Kommentare als RSS

Einen neuen Kommentar schreiben:

 

 

 

* Pflichtfelder